Veranstaltungen & Workshops
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September 2026
Die traditionsreiche Lesereihe am Werderplatz präsentiert Gegenwartsliteratur abseits des Mainstreams.

Grußwort: Susanne Ablaß, Leitung des Kulturbüros Karlsruhe
Johann Peter Hebel besuchte ab 1774 das Gymnasium illustre, das heutige Bismarck-Gymnasium, und legte dort 1778 sein Abitur ab. Er war dort Lehrer ab 1791 und Direktor von 1808 bis 1814. Hebel ist für Karlsruhe die historische Persönlichkeit, welche die Schul- sowie die städtische und deutschsprachige Literatur- und Kulturgeschichte nachhaltig geprägt hat. Hebels Werke reichen weit über den alemannischen Sprachraum hinweg und sind inzwischen weltweit verbreitet (in Japan z.B. gehören seine Kalendergeschichten zur offiziellen Schullektüre).
Zum Anlass seines 200. Todestages lädt das Bismarck-Gymnasiums in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft zu einer Gedenkveranstaltung im Bismarck-Gymnasium ein – auch vor dem Hintergrund des 440-jährigen Bestehens der Schule. In Workshops hat sich die Schülerschaft mit Hebels Werk auseinandergesetzt. Die Ergebnisse werden ergänzt durch einen Gastvortrag von Prof. Dr. Jan Knopf. Er wird den Hausfreund Hebel als kundigen Wissenschaftler seiner Zeit thematisieren sowie den Sprachkünstler Hebel als launigen und hintersinnigen Aufklärer vorstellen, der mit seiner „Gesprächsweise“ die Poesie bereicherte.
Jan Knopf, Professor für Literaturwissenschaft i.R., ist weiterhin aktiv als Leiter der „Arbeitsstelle Bertolt Brecht“ (ABB am KIT, seit 1989), als Journalist, (Theater-)Autor, Dramaturg und Regisseur. Er veröffentlichte mehr als 80 Bücher über Dürrenmatt, Brecht, Hebel, den Kalender und die Kalendergeschichte. Er gab mit Franz Littmann und Hansgeorg Schmidt-Bergmann 2019 die „Gesammelten Werke“ Hebels in sechs Bänden heraus (3. Auflage 2020) und stellte den Aufklärer Hebel in zwei Theaterstücken vor (Kennen Sie Hebel?, 1996; Der hintersinnige Hebel, 2017). Zuletzt erschien von ihm: Bert Brechts Weimarer Geschichten. Soziale Biografie (2024).



SWR-Sprecherin Antje Keil liest ausgewählte Kalendertexte
Hebel hat mit seinen Kalendertexten Literaturgeschichte geschrieben. Zu seinem 200. Todestag sind sein Schatzkästlein und unbekanntere Texte neu zu entdecken. Hebels Kalendertexte verbinden in pointierter Form Unterhaltung mit lebenspraktischem Wissen. Sie bieten allerlei ‚Merkwürdigkeiten‘: Dinge, die es wert sind, gemerkt zu werden, aber auch Außergewöhnliches und Kurioses – ohne dass sich das eine streng vom anderen trennen ließe. Die vorliegende Ausgabe umfasst das von Hebel selbst verantwortete Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes (1811), ergänzt um unbekanntere Texte der Jahre 1812 bis 1819. Auch jenseits des Klassikers Kannitverstan kreisen seine Texte um Verstehen, Missverstehen und Nichtverstehen.
Andreas Mauz, geboren 1973, studierte in Basel, Tübingen und Zürich Germanistik und Evangelische Theologie. Seine theologische Promotion und Habilitation erfolgten in Zürich. Er lehrt an verschiedenen Universitäten, arbeitet als Herausgeber und Critical-Thinking-Vermittler.
Thedel v. Wallmoden, geboren 1958 in Alt Wallmoden, ist Mitgründer und Verleger des Wallstein Verlags in Göttingen. Sein Studium der Germanistik, Geschichtswissenschaft und Philosophie absolvierte er in Tübingen und Göttingen. Seit 1998 nahm er Lehraufträge in Berlin, Göttingen, Tübingen und Heidelberg wahr. Seit 2013 hat er die Honorarprofessur an der Neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg inne.
Antje Keil absolvierte einen Studiengang für künstlerisches Sprechen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Es folgten Ausbildungen als Schauspielerin für Bühne und Film in München und Hamburg. Seit 1992 tritt sie auch im Theater auf. Beim SWR spricht sie seit 1997 Nachrichten. Später folgten verschiedene Filmrollen und Auftritte in der Sendung Kaffee oder Tee (SWR).



Judith Hermanns autobiographisch inspiriertes Buch Ich möchte zurückgehen in der Zeit (2026) ist eine Mischung aus Roman und Recherche. Der Text handelt von der SS-Vergangenheit ihres Großvaters, der 1904 geboren wurde und während des Zweiten Weltkriegs als Soldat der Waffen-SS in der polnischen Stadt Radom stationiert war. Dort hatten die Nazis ein großes jüdisches Ghetto errichtet. Die Autorin versucht herauszufinden, welche Schuld ihr Großvater auf sich geladen hat.
Literaturredakteur Jan Drees resümiert, dass dieser Text „unsere vermeintliche Bewältigung als Selbsttäuschung entlarvt, eine unstatthafte Melancholie veranschaulicht und auf schmerzhafte Weise das größte Tabu unserer Gesellschaft offenlegt.“ (Deutschlandfunk, Büchermarkt, 26.02.2026) Zentrale Fragen sind: Was bedeutet Literarisieren in diesem Kontext? Wo ist die Grenze zwischen Fakt und Fiktion?
Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren, lebt und schreibt in Berlin. Bekanntheit erlangte sie mit ihrem Debüt Sommerhaus, später (1998). Wir hätten uns alles gesagt (2023) basiert auf ihren Frankfurter Poetikvorlesungen 2022. Für ihr Werk wurde Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter mit dem Kleist-Preis 2001 und dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2023.
Förderhinweis: Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach)
Oktober 2026


Begrüßung durch
Claus Caesar, Schauspieldirektor
Dr. Albert Käuflein, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe
Matthias Walz, Literarische Gesellschaft Karlsruhe
Auch 2026 werden die Literaturtage Karlsruhe klassisch mit dem Poetry Slam Dead and Alive im Badischen Staatstheater eröffnet. In diesem Jahr fällt dies zusammen mit der 50. Ausgabe des Poetry Slams, die zur Feier des Tages ins Große Haus verlegt wird. In der großen Geburtstagsgala treffen wie gewohnt kanonische Werke Schauspieler*innen des Staatstheaters in Kostüm und Maske dargeboten) auf lebendige und preisgekrönte Slam-Poet*innen. Darüber hinaus kann sich das Publikum auf die ein oder andere Geburtstags-Überraschung gefasst machen. Es moderieren wie immer Philipp Herold (l.) und Moritz Konrad (r.).


Markus Lüpertz ist einer der wichtigsten deutschen Maler, Grafiker und Bildhauer. Seine Werke sind in den bedeutenden Sammlungen weltweit vertreten. Außerdem veröffentlicht er seit vielen Jahren Gedichte, schreibt Bücher, Tagebücher und Traktate zur Bildenden Kunst oder tritt mit seiner Band TTT als Jazz-Musiker (Piano) auf. Das Musikerpaar Stefanie Schlesinger und Wolfgang Lackerschmid, ist seit Jahren eine eigene Größe in der Jazzszene. Sie haben zahlreiche Lüpertz-Gedichte vertont und musikalisch umgesetzt. Lackerschmid, Meister des Vibraphons, hat schon mit Legenden wie Chet Baker gespielt und gehört zum festen Stamm der Band TTT. Die Sängerin Schlesinger ist (s)eine exzellente Begleiterin und beweist ihr ausdrucksstarkes Jazzfeeling in jedweder Hinsicht.




Natalja Althauser, geboren 1991 in Heidelberg, wuchs in Den Haag, Moskau und Berlin auf. Die Autorin, Regisseurin und Schauspielerin studierte Slavistik und Philosophie in Freiburg und Contemporary Performing Arts in London. Ihr Romandebüt Dunkelholz (2025) handelt von einer Protagonistin, die sich in eine abgelegene Hütte zurückzieht und sich in ihre Erinnerungen an ihre Rolle als Frau, Mutter und Partnerin vertieft.
Sabine Eschbach, geboren 1959, wuchs am Bodensee auf. Sie machte eine Ausbildung zur Pflegehelferin und studierte Biologie an der Universität Freiburg. Für ihren Debütroman Seerauchen (2025) erhielt Eschbach mehrmals Stipendien des Förderkreises deutscher Schriftsteller*innen in Baden-Württemberg. In dem Roman geht es um einen autistischen Jungen, der mit seiner Mutter zur Zeit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten am deutschen Bodenseeufer aufwächst.
Jan Snela, geboren 1980 in München, studierte Komparatistik, Slawistik und Allgemeine Rhetorik in München und Tübingen. Er schreibt Erzählungen, Gedichte, Essays und Hörstücke. Sein Debütroman Ja, Schnecke, ja (2025) stand auf der SWR-Bestenliste und wurde von der ZEIT in die Liste der Hundert besten Bücher des Jahres 2025 und kam auf die Shortlist des Anna-Haag-Preises. Er handelt von Menschen, Tieren und Pflanzen und wie sie sich begegnen können.
Luca Kieser, 1992 in Tübingen geboren, lebt nach einem Studium der Philosophie in Heidelberg und Leipzig als Autor in Wien. Mit seinem Debütroman Weil da war etwas im Wasser (2023) war er u.a. für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sein Roman Pink Elephant (2024) wurde vom Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet und von Books at Berlinale ausgewählt. Sein dritter Roman Simsalabim, Simon Brenner erschien im August 2026. Er erzählt von einem verdeckten Ermittler, der sich bei studentischen Protesten engagiert – ein raffiniertes, wagemutiges Spiel mit doppeltem Boden, zwischen True Crime und linksradikaler Telenovela.



Sophie hat alles richtig gemacht – Studium, Praktikum, Leistungsbereitschaft. Alle sind überzeugt, dass aus ihr einmal etwas wird. Nur sie selbst hat keine Ahnung, was das überhaupt sein soll. Als sie spontan ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft, scheint das zunächst wie eine verrückte Flucht nach vorn. Doch zwischen maroden Wänden, unerwarteten Herausforderungen und der Stille des Landlebens beginnt eine andere Art von Arbeit: die Suche nach dem eigenen Leben. Weit weg von den Erwartungen anderer stellt Sophie sich erstmals die Frage, was sie wirklich will – und warum…
Anna Katharina Scheidemantel, geboren 1995, absolvierte ihr Abitur nahe Stuttgart. Nach ihrem Master in Politikwissenschaften sammelte sie Berufserfahrung bei internationalen Organisationen und bei einem sozialen Start-up. Scheidemantel lebte in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und den USA. Inzwischen wohnt sie in Berlin. Statt aus dem Fenster zu schauen (2026) ist ihr zweiter Roman.
Eine Kooperation der Literarischen Gesellschaft mit dem Gottesauer Eck und der Stephanus-Buchhandlung Karlsruhe


Martina Bilke, Ondine Dietz, Silke Karl, Martine Lombard, Hedi Schulitz, Sabine Stern, Ursula Zetzmann, Elisabeth Stephan-Geißler und Anna Wegmer: © privat
Fünf Literatinnen, zwei Schauspielerinnen und zwei Musikerinnen begeben sich auf eine literarische Zeitreise zu den Vorbildern aus der Literaturgeschichte der Region Karlsruhe und des Landes Baden-Württemberg: Martina Bilke, Ondine Dietz, Silke Karl, Martine Lombard, Hedi Schulitz, Sabine Stern, Ursula Zetzmann sowie (im Film) Elisabeth Stephan-Geißler, Sopran, und Anna Wegmer, Klavier. Historische Persönlichkeiten wie Anna Ettlinger, Bertha Pappenheim, Clara Schumann u.a. treten in einen Dialog mit den Akteurinnen der regionalen Literaturszene der Gegenwart und zugleich mit den Protagonistinnen der Zukunftsvisionen. In einer szenischen Lesung, durchwebt mit Musik, Theater-, Performance- und Videokunst-Elementen, stellen sie dem Publikum ihre Entdeckungen vor.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Literatursommers Baden-Württemberg 2026 „Mit Mut und Zuversicht – literarische Visionen für morgen“.


mit Emma Braslavsky und PD Dr. Bruno Gransche
Kann Künstliche Intelligenz Literatur schreiben? Die Literaturzeitschrift allmende widmet ihre aktuelle Ausgabe der hochaktuellen Frage, wie generative KI das literarische Schreiben verändert: Wem gehören KI-generierte Texte, und kann KI überhaupt originell sein? Welche Chancen und Ängste entstehen im Zusammenspiel von Mensch und Maschine?
Die allmende-Redaktion stellt die neue Ausgabe vor und diskutiert mit PD Dr. Bruno Gransche und der Autorin Emma Braslavsky über künstliche Kreativität, geistiges Eigentum und die Zukunft des Schreibens. Braslavskys Kurznovelle Ich bin dein Mensch (2019, verfilmt 2021 von Maria Schrader) erzählt von der Liebe zwischen Mensch und humanoidem Roboter. Der habilitierte Philosoph Gransche (KIT) verhandelt in seinem Beitrag die Bedeutung von KI für Literatur und Autorschaft.


Was wird bloß aus dir werden, Luxemburg? Vier Geschichten rund um Sci-Fi und Speculative Fiction loten aus, welche Zukünfte sich dem Land entlocken lassen. Aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg kommen die literarischen Stimmen, die davon erzählen, was möglich ist abseits dieser einen Realität.
Emma Braslavsky: © Noam Braslavsky, Anja Kümmel: © Véronique Kolber, Samuel Hamen: © Maria Preußmann
left000An diesem Abend lesen die Autorinnen Emma Braslavsky und Anja Kümmel aus ihren Erzählungen und sprechen mit dem Herausgeber Samuel Hamen über ihre literarischen Ansätze, die Entstehung der Anthologie und die Möglichkeiten spekulativer Literatur.



Im Rahmen der Sonderausstellung „Nicolas Daubanes. Le feu intérieur“ liest Ursula Krechel aus ihrem Buch Vom Herzasthma des Exils (2025).
: © Heike Steinweg
Flucht, Migration und Exil sind entscheidende Kennzeichen unserer atemlosen Gegenwart. Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel begegnet ihr mit einer exemplarischen Kulturgeschichte, die unweigerlich die Widersprüche unserer Zeit aufzeigt. Sie 4591875000untersucht Etappen, Widersprüche und Konsequenzen der Migrationsgeschichte von der französischen Revolution bis ins 21. Jahrhundert. Mit Goethes Ausgewanderten, mit Friedrich Engelsʼ „schlafloser Nacht des Exils“ und Thomas Manns „Herzasthma des Exils“ denkt sie dabei auch über unsere heutige Gesellschaft nach – eine Einwanderungsgesellschaft, die keine sein will. Und die sich der elementaren Einsicht verweigert, dass diejenigen, die sich auf den unberechenbaren Weg gemacht haben, den Respekt der Sesshaften verdienen, die den Preis vergessen wollen, den eine Gesellschaft zahlt, die nicht über ihre Zukunft nachdenkt.

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts begegneten sich irgendwo im Heiligen Römischen Reich zwei Ritter und schlossen Freundschaft. Wernher von dem Rauhen Holtze und Giwein von Müllingen zogen ihrer Wege, doch sie schrieben sich Briefe!
Wernhers und Giweins Briefe zeugen von Abenteuern, aber auch von der tiefen Auseinandersetzung mit Fragen nach der menschlichen Existenz, dem Wesen der Liebe, der Notwendigkeit von Gewalt und dem Wert von Wissen und Bildung – Fragen, die auch heute noch aktuell sind. Doch ein Zweifel bleibt: Haben wirklich Wernher und Giwein alles selbst erlebt und geschrieben? Möge das Publikum selbst entscheiden, wenn Johannes Hucke und Dr. Wolfgang Wegner erstmals Auszüge aus den Briefen öffentlich präsentieren.
Eine Einführung gibt Prof. Dr. Mathias Herweg, Leiter des Departments für Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung, Institut für Germanistik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT).



In der Morgendämmerung bricht die Protagonistin Alva auf, um den Gipfel des Gebirgsmassivs Calanda im schweizerischen Graubünden zu besteigen. Doch eine unerwartete Nachricht verändert ihr Leben. Die Wanderung stellt sie vor Fragen zu Familie, Heimat, Identität und Resilienz. Wie kann sie als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern mit unterschiedlichen Vätern eine gute Mutter bleiben? Wie viel hält ihre Freundschaft zu den Vätern aus? Durch Erinnerungen und Erlebnisse auf dem Berg wird sie mit ihrer Vergangenheit und ihrer Familiengeschichte konfrontiert. Was macht ein lebenswertes Leben aus?
Angelika Overath 1957 in Karlsruhe geboren, studierte und promovierte in Tübingen. Sie arbeitet als Reporterin, Literaturkritikerin und Dozentin für Kreatives Schreiben. Für ihre Reportagen wurde sie 1996 mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet,
gewann sie den Ernst-Willner-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. Sie hat sechs Romane veröffentlicht, mehrere Essaybände und Geschwistergedichte in Rätoromanisch und Deutsch. Calanda oder Alvas Antwort (2026) ist der Abschluss ihrer Istanbul-Trilogie. Sie lebt in Sent, im Engadin, wo sie eine Schreibschule führt (schreibschule-sent.ch).
Gefördert von:


Die Enthusiasten (2026) ist ein turbulentes, erzählerisches Feuerwerk, das beweist, was das Erzählen kann und was die Essenz menschengemachter Kunst ist. Es geht nicht nur um Kritik an KI als Kunstersatz, sondern um die Liebe zum Schreiben und allem, was zum Dasein eines menschlichen Autors gehört. Nach der Premiere des Romans im ZKM ist Markus Orths auch in diesem Jahr anlässlich der Literaturtage bei der Literarischen Gesellschaft zu Gast. Als Highlight des Abends erwarten interessierte Besucher*innen bislang noch unveröffentlichte Texte und Passagen: Outtakes aus Die Enthusiasten.
Markus Orths, geboren 1969 in Viersen, studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik und lebt in Karlsruhe. Bislang erschienen 20 Bücher für Erwachsene und 20 Bücher für Kinder. Seine Bücher wurden in insgesamt achtzehn Sprachen übersetzt, manche verfilmt und zahlreiche ausgezeichnet. Sein jüngster Roman Die Enthusiasten erschien Anfang 2026.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Literatursommers Baden-Württemberg 2026 „Mit Mut und Zuversicht – literarische Visionen für morgen“.

Kalendergeschichten von Johann Peter Hebel
Schüler*innen werden zu Hebels Figuren. Sie sind listige Menschen, sie betteln und handeln, sie rasieren mit sicherer Hand und bereiten auch mal das Mittagessen im Freien vor – hier gewinnen nicht die Bösen und Starken, hier gewinnen die Klugen! Der Barbierjunge will „einen Schnepper“ kaufen. Der Herr „aß wie ein Drescher“, jemand sollte „an das Halseisen“, brauchte „ein paar Batzen“, bekam aber bloß „ein Sechskreuzerlein“ und keine „zwei Louisdor“. Eindeutig ein Fall von „KANNITVERSTAN“!
Eine szenische Interpretation vom Literaturkurs und der Klasse 7a des Bismarck-Gymnasiums unter der Leitung von Paraskevi Shea.
Begrüßung: Erik Rastetter, Künstlerischer Leiter des SANDKORN
Nachwort und Leitung Publikumsgespräch: Prof. Dr. Jan Knopf
Tickets erhältlich beim SANDKORN, auch online unter www.das-sandkorn.de
Eine Kooperation der Literarischen Gesellschaft und des Bismarck-Gymnasiums Karlsruhe mit dem SANDKORN.
Literaturtage Karlsruhe
Zwischen dem 10. und 20. Oktober 2026 finden die 14. Karlsruher Literaturtage statt. Unter dem Motto „Literatur offensiv!” stellt die Literarische Gesellschaft ein vielfältiges Programm vor, dass sich aus rund 35 Veranstaltungen – verteilt auf über 20 Orte – zusammensetzt: ein Programm, das vielfältig die Karlsruher Literatur erleben und Karlsruhe wieder zu einem attraktiven Schauplatz für Literatur werden lässt. Das vollständige Programm und weitere Informationen finden Sie unter www.literaturtage-karlsruhe.de.


Sie lieben sich, und dennoch liegt ihre Beziehung in Trümmern: Die erste Begegnung von Alma und Théo fühlte sich an wie der Anfang von etwas Großem, die Zeit danach wie ein Versprechen. Wie erkennt man, ob man mit einem anderen Menschen glücklich sein kann? Oder wäre man alleine glücklicher? Festhalten oder loslassen? Alma und Théo verbringen einen Sommer im Haus von Almas Eltern in Frankreich und schwören, es erst zu verlassen, wenn sie zu einer Antwort gekommen sind.
Eva Pramschüfer, geboren 1997, arbeitet als Journalistin in München, u.a. für die Süddeutsche Zeitung. Ihre Liebe zur Literatur teilt sie auf Social Media mit über 25.000 Follower*innen auf TikTok, Instagram und YouTube. Weißer Sommer (2026) ist ihr Debütroman.
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