Was ist der Scheffel-Preis?
Eine einzigartige Auszeichnung für die beste Leistung im Abiturfach Deutsch – seit 1928.
Als eine Auszeichnung für die jeweils beste Leistung im Abiturfach Deutsch ist der Scheffel-Preis eine gute Referenz bei der Bewerbung an Universitäten oder Hochschulen. Darüber hinaus kann durch das von der Literarischen Gesellschaft angebotene digitale Scheffel-Preis-Forum mit anderen Preisträger*innen, auch mit denen der Vorjahre, Kontakt aufgenommen und ein eigenes Netzwerk aufgebaut werden. Die Literarische Gesellschaft ist mit annähernd 6.000 Mitgliedern die größte literarische Vereinigung Mitteleuropas.
„Der Scheffel-Preis steht heute für die Entschiedenheit mit der wir uns zum Deutschunterricht als dem klassischen Kernfach im Gymnasium – insbesondere auf der Oberstufe – bekennen; er steht zugleich für die Entschlossenheit, den Leistungsgedanken auf überzeugende und kultivierte Weise in die Schule hinein und in die Öffentlichkeit zu vermitteln.“
Ein Preis mit Tradition
Der nach dem Schriftsteller Joseph Victor von Scheffel (1826 –1886) benannte Scheffel-Preis für die beste Abiturleistung im Fach Deutsch wird seit 1928 von der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe verliehen. Er trägt zur Belebung des Interesses an künstlerischer und wissenschaftlicher Literatur bei. Der Preis wird jährlich mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg an rund 700 Gymnasien in Baden-Württemberg und an weitere Schulen in Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie an Schulen bundesweit verliehen. Der Scheffel-Preis ist der wichtigste überregionale Schulförderpreis der Bundesrepublik Deutschland und wird mittlerweile auch an vielen deutschen Schulen im Ausland verliehen.
Ausgezeichnet mit dem Scheffel-Preis sind unter anderem:
die Schriftsteller*innen Lena Gorelik, Stefanie Höfler, Björn Kern, Nora Krug, Marie T. Martin (†), Karl-Heinz Ott, Elisabeth Plessen, Silke Scheuermann, Peter Schneider, Dr. Joachim Zelter, Prof. Dr. Klaus Engelhard (Landesbischof der Evangelischen Kirche Badens a. D. und ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland), Dominic Fritz (Bürgermeister von Temeswar/Rumänien), Prof. Dr. Andreas Hepp (Kommunikations- und Medienwissenschaftler Universität Bremen), Prof. Dr. Alexander Honold (Literaturwissenschaftler Universität Basel), Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof (Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts a. D.), Winfried Kretschmann (Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a. D.), Ricarda Lang (Politikerin und Mitglied des Deutschen Bundestages), Dr. Frank Mentrup (Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe), Kai Uwe Peter (Präsident der Deutschen Schillergesellschaft e. V., Marbach), Prof. Dr. Wolfgang Rihm (Komponist, †), Prof. Dr. Hartmut Rosa (Soziologe und Politikwissenschaftler), Dr. h.c. Heike Schmoll (Journalistin Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Prof. Dr. Thomas Schnabel (Ehemaliger Leiter Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart).
Joseph Victor von Scheffel
Joseph Victor von Scheffel, zu dessen Gedenken der Preis ins Leben gerufen wurde, stand in seiner Jugend an einem Scheideweg. Zu einem der berühmtesten und meist gelesenen Autoren des 19. Jahrhunderts wurde er auf Umwegen. Vom Abitur als Stufenbester führte ihn sein Weg erst über ein abgeschlossenes Jurastudium, das er auf den Wunsch seines Vater begann, über ein Praktikum als Rechtsreferendar und einen erfolglosen Versuch, Maler zu werden letztendlich zum Schreiben. Das Versepos Der Trompeter von Säckingen (1853) und der historische Roman Ekkehard (1855) wurden Bestseller und machten Scheffel neben Goethe, Schiller und Heine zu einem der wichtigsten Autoren seiner Zeit.
